Archiv der Kategorie 'Theorie & Kritik'

Vorabenddemo in Dortmund am 2.9.2011

Für den 2. September ruft das Dortmunder Antifa-Bündnis unter dem Motto “Gegen Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus! Für eine befreite Gesellschaft!” zu einer linksradikalen Vorabenddemonstration auf:

Am 3. September 2011 wollen Neonazis, vor allem aus den Reihen der „Autonomen Nationalist_innen“, bereits zum siebten Mal anlässlich des von ihnen sogenannten „Nationalen Antikriegstags“ in Dortmund demonstrieren. Sie mobilisieren erneut gegen „imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege“ und wollen ihre rassistische, antisemitische und antiamerikanische Ideologie in die Öffentlichkeit tragen. Mehr als Grund genug, den vermeintlichen Antiimperialismus der Neonazis genauer zu beleuchten und zu kritisieren.

Den kompletten Aufruf könnt ihr hier finden. Da die Vorabenddemo einen Schwerpunkt auf die inhaltliche Auseinandersetzung nicht nur mit Neonazis und ihrer politischen Ideologie, sondern auch mit weitverbreiteten Ressentiments und Denkformen, die sich in der bürgerlichen Zivilgesellschaft finden lassen legen möchte, erbitten sich die organisierenden Gruppen explizit, dass auch andere Gruppen und Einzelpersonen ihre eigenen Aufrufe verfassen, die in der Folge auf der Seite veröffentlicht werden sollen. Kommt also nicht nur am 3.9. nach Dortmund, sondern auch schon am Abend vorher!

Antiamerikanismus, Antizionismus und verkürzte Kapitalismuskritik angreifen! Den „Antikriegstag“ sabotieren!

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf von antifaschistischen und kommunistischen Gruppen zum Antikriegstag in Dortmund:

Am 4.September wollen sich Hunderte Neonazis in Dortmund versammeln, um vermeintlich „Gegen Krieg und Kapitalismus“ zu demonstrieren. Es ist kein Zufall, dass sich Neonazis Themen aussuchen, mit denen sie zumindest teilweise an den Konsens der deutschen Gesellschaft anknüpfen können. Folgerichtig wenden sie sich in ihrem Aufruf im Namen „aller Völker“ gegen eine obskure „geldhungrige international agierende und auserwählte Minderheit“ und „das wahre Gesicht der westlichen Verwertungsmaschine“. Wen sie damit meinen ist klar: die USA und Israel als den Staat der Jüdinnen und Juden – und sie können sich sicher sein: die mag hier sowieso kaum jemand.

Neonazistische und faschistische Strukturen stellen in Städten wie Dortmund eine ernsthafte Gefahr für alle dar, die von ihnen zu Feinden erklärt werden, weshalb ihnen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Einhalt geboten werden muss. Antifaschismus darf sich aber nicht zu einem Abwehr-Antifaschimus degradieren lassen, weil er so vereinhambar und beliebig wird. Antifaschistische Kritik muss sich vielmehr antifetischistisch und antiidelogisch betätigen, also Gesellschaftskritik betreiben und auf eine Aufhebung der bestehenden Verhältnise hinwirken. Aus diesen Gründen veranstalten antifaschistische und kommunistische Gruppen aus NRW eine Veranstaltungsreihe und rufen zur Beteiligung an den Aktionen des S4-Bündnis auf.

Weitere Infos findet ihr unter do1.blogsport.de.

Anmerkungen zum „Nationalen Antikriegstag“

Bereits zum sechsten Mal rufen Dortmunder Neonazis ihre Kameradinnen und Kameraden aus Deutschland und Europa zur Teilnahme an ihrem Aufmarsch zum „Nationalen Antikriegstag“ am 4. September auf. Die Antifa Essen Z unterstützt auch in diesem Jahr wieder den Aufruf und die Aktionen des Antifa-Bündnisses S4. Jedoch möchten wir ergänzend zum bereits existierenden Aufruftext einige Anmerkungen zum vermeintlichen Antiimperialismus der neuen und alten Nationalsozialisten machen, der schon in den letzten Jahren immer wieder zu kontroversen Diskussionen innerhalb der radikalen Linken geführt hat.

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Ideologie des Rechtspopulismus: pro-NRW

Im folgenden Text versuchen wir anlässlich der angekündigten rassistischen Auftritte von Pro-NRW vom 26. bis 28.3.2010 die Ideologie des Rechtspopulismus zu umreißen und auf die Widersprüche einer staatsfixierten und kulturrelativistischen Gegenbewegung einzugehen.

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Gedenkkundgebung am 9.11.2009: Redebeiträge

Alle Redebeiträge der Antifa Essen Z zur Gedenkkundgebung anlässlich des 71. Jahrestags der Reichspogromnacht am 9.11.2009 in Essen-Borbeck. Den Aufruf zur Kundgebung findet Ihr hier.

Die Pogromnacht in Essen-Borbeck
Rechte und rassistische Strukturen und Aktivitäten im Stadtteil
Kritik der bundesdeutschen Gedenkkultur

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Spaltung ist Fortschritt…

Vor einigen Tagen erreichte uns eine E-Mail mit Hinweis auf eine Sonderausgabe der Tageszeitung „Junge Welt“. Ob es sich dabei tatsächlich wie behauptet um ein Projekt linker jw-AutorInnen handelt, die sich gegen den antizionistischen und nationalbolschewistischen Kurs des Blattes wenden, ist uns nicht ganz klar. Lesenswert sind die Texte aber allemal…

www.rote-jungewelt.de

9.11.: Gedenkkundgebung in Borbeck

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Volksgemeinschaft!

Antifaschistische Kundgebung
im Gedenken an die Pogromnacht am 9. November 1938

Montag, 9.11.2009 – 18.30 Uhr – Borbecker Platz – Essen Borbeck

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ereigneten sich im gesamten deutschen Reichsgebiet massive Gewaltexzesse und Sachbeschädigungen gegenüber jüdischen Bürgern und ihrem privaten und öffentlichen Besitz wie Geschäften und Synagogen. (mehr…)

Decrypt # 5

Die aktuelle Ausgabe als pdf gibt es hier.

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Interventionen gegen die „Rote Antifa“

Seit über eineinhalb Jahren etabliert sich in den antifaschistischen Strukturen in NRW eine junge Duisburger Gruppe unter dem Label „Rote Antifa“. Die Gruppe erklärt auf ihrer Internetseite, sie verstehe sich als Duisburger Vorhut einer internationalistischen, antirassistischen und antikapitalistischen Globalbewegung.

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Vierte Ausgabe der decrypt

Wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt, werden wir uns aktuell in einer Nachbetrachtung zum Umgang der deutschen Linken mit den jüngsten Geschehnissen im Nahen Osten versuchen. Anlässlich des 24. März 2009, dem zehnten Jahrestages des Kosovo-Krieges, findet ihr eine kritisch-historische Analyse des ersten deutschen Angriffskrieges nach 1945. Weitere Themen mit aktuellen Bezug sind ein Interview mit dem „EA Wuppertal“ über den Autonomen 1. Mai in Wuppertal, letzte Infos der „Antifaschistischen Aktion Hannover“ zum zentralen Naziaufmarsch am 1. Mai, sowie ein Bericht des „Antifaschistischen Bündnis 28.03.“ über die alljährliche Dortmunder Thomas-Schulz-Gedenkdemo.

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In Papierform kann die Zeitschrift unter decrypt(ät)safe-mail.net bestellt werden.