Archiv für September 2011

„Graue Wölfe“ marschieren in Essen auf

An einer „Friedensdemonstration gegen den Terror in der Türkei“ in der Essener Innenstadt, die maßgeblich von Anhängern der neofaschistischen Bewegung „Graue Wölfe“ organisiert worden war, beteiligten sich am 25.09. etwa 200 Personen. Die Veranstalter hatten ursprünglich mit 800 Teilnehmern gerechnet. Nach Beendigung der Demonstration kam es zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten. Dabei wurden nach Presseberichten insgesamt acht Personen festgenommen.

Antirassistische Gruppe in Mülheim gegründet

In Mülheim hat sich vor Kurzem eine neue Gruppe gegründet, die zum Themengebiet (Anti-) Rassismus arbeitet und in Zukunft einmal im Monat eine Vortragsveranstaltung im AZ Mülheim organisiert. Die erste Veranstaltung findet am 28.9. statt und behandelt das Thema Flüchtlingsselbstorganisation- und Widerstand in Deutschland.

Nähere Infos: antiramh.blogsport.de

21.09.: Mobilisierungsveranstaltung gegen Einheitsfeierlichkeiten

Am 21.09. veranstalten wir im AZ Mülheim einen Mobilisierungsvortrag zu den Protesten gegen die diesjährigen Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober in Bonn. Es referiert ein Vertreter des Bündnisses gegen Einheitsfeierlichkeien und NRW-Tag. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr.

Dortmund: Dringender Aufruf an alle Repressionsbetroffenen

Nach den aktuellen Meldungen der Dortmunder Polizei wurden am vergangenen Samstag insgesamt 291 Personen im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Naziaufmarsch festgenommen. In den kommenden Wochen werden daher voraussichtlich zahlreiche AntifaschistInnen Vorladungen von der Polizei erhalten. Das Alerta!-Bündnis rät dringend davon ab, diesen Vorladungen Folge zu leisten. Es besteht dazu keinerlei gesetzliche Verpflichtung, egal, ob Ihr als Beschuldigte oder als Zeugen vorgeladen werdet. Grundsätzlich rufen wir euch dazu auf, gegenüber der Polizei jegliche Aussage zu verweigern, auch dann, wenn Ihr glaubt, euch oder andere mit eurer Aussage entlasten zu können. Wir raten euch dringend, auch in eurem persönlichen Umfeld (Eltern, Freundes- oder Bekanntenkreis) nicht über möglicherweise strafrechtlich relevante Aktionen zu sprechen, an denen Ihr beteiligt wart.

Bitte setzt euch mit dem Alerta!-Bündnis oder dem Ruhrgebiets-EA in Verbindung, wenn Ihr eine Vorladung erhaltet. Auch wenn Ihr Opfer von polizeilichen Übergriffen geworden seid oder derartige Vorfälle beobachtet habt, bitten wir euch, Kontakt zu uns aufzunehmen. Nutzt dazu nach Möglichkeit PGP oder ein verschlüsseltes Kontaktformular und vermeidet es, Informationen offenzulegen, die euch oder andere AntifaschistInnen belasten könnten. Darüber hinaus empfehlen wir euch, ein Gedächtnisprotokoll von der Situation eurer Festnahme oder des Polizeiübergriffs zu verfassen.